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Sunday, September 13, 2015

Owl City: Mobile Orchestra (Albumkritik)

 

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Owl City: Mobile Orchestra (Republic)

Owl Citys Adam Young macht Musik, die so nichtssagend, langweilig und frei von Texturen ist, dass sie mit einer Warnung vor Gesundheitsgefährdung versehen sein sollte. Auf seinem fünften Album plätschert er durch lieblichen Electropop, der auf den EDM Punch seines Hits „Good Time“ aus dem Jahre 2010 setzt, „aufgewertet“ mit Country-Pop und Soft-Rock. Fans von Postal Service werden womöglich noch immer auf die Ähnlichkeiten zwischen Youngs und Ben Gibbards wohlklingenden Gesangsstilen hinweisen, besonders auf „Bird With a Broken Wing“, aber das wird nicht verhindern, dass dieses Album Fans ansprechen wird, die begierig darauf sind, sich in Youngs warm erleuchteter Welt atemloser Schwärmereien, eines allmächtigen Gotts und der nostalgischen Erinnerungen an eine Kindheit in den 90-ern zu verlieren. Mobile Orchestra versucht, die Intimität von Beziehungen zu verpacken und zu verkaufen. Leider sind die Resultate so schlecht ausgeführt, dass sie fast beleidigend wirken, denn sie setzen auf Klischees und Metaphern, anstatt in der beängstigenden Verletzlichkeit und dem pulsierenden Rausch, die mit romantischer Liebe einhergehen, zu wühlen. Es ist nicht originell und gekünstelt – zweifellos wird es kommerziell erfolgreich sein.

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LA Priest: Inji (Albumkritik)

 

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LA Priest: Inji (Domino)

Auf gewisse Weise ist es nicht überraschend, dass LA Priests Sam Dust ein Debütalbum veröffentlicht hat, das klingt, als wäre jeder Song von einem anderen Künstler geschrieben worden. Von 2004 bis 2010 verwischte er als Frontmann von Late of the Pier Genregrenzen und durchtränkte so die fesselnd vielseitige Version von Nu-Rave-artigem Pop dieser Band mit einer unbändigen Teenager-Energie. Nun, in seinen Mitt-20-ern gießt er schummrigen 70-er-Popglanz unterschiedlicher Dicke über Inji, wobei er auf eine Weise von fröhlicher Dance Music zu verträumten Balladen, die extrem innovativ ist und, was ziemlich überraschend ist, ein so etwas wie ein solides Ganzes ergibt. Auf „Party Zute/Learning to Love“ beschwört er Basement Jaxx, mit der Eröffnungsnummer „Occasion“ Prince und „A Good Sign“ ruft Erinnerungen an die übersprudelnden Psychedelia-Songs seines Freundes und früheren Mitstreiter Connan Mockasin wach.Die ganze Zeit hindurch wirkt Dusts schräge Herangehensweise an Synthpop, funk und Electronica hemmungslos und von Forscherdrang inspiriert. Dieses Album erinnert uns daran, dass die Verarbeitung verschiedenster Einflüsse nebeneinander grandiose Resultate zeitigen kann, wenn ein fähiger Künstler am Werk ist.

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Zhala: Zhala (Albumkritik)

 

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Zhala: Zhala (Konichiwa)

Es sollte niemanden überraschen, dass Zhalas Debütalbum ein kaleidoskopischer Ausbruch von Electropop ist. Die 27-jährige Schwedin ist die erste Künstlerin, die von Konichiwa Records unter Vertrag genommen wurde, und fiel dem Boss ihres Labels vermutlich mit jener Art dröhnender Tanzmusik mit lieblichem Gesang auf, die sehr gut auf eine Robyn Remix-Single passen würde. Doch Zhala kann man nicht einfach auf ihren Protegé-Status reduzieren. Sie mischt Rhythmen und Instrumentierungen, die ihr kurdisches Erbe deutlich machen, mit Elementen des durch und durch klangvollen Scandi-Pop-Sound, wie man in von Niki and the Dove und Tove Lo kennt. „Prince in the Jungle“ ist ein perfektes Beispiel für naive, Bubblegum-Pop-Melodien, die auf „tribal“ Drums und zischende Synthesizer treffen, während „Aerobic Lambada“ – mit seinem kühlen, fast geschrienen “dance for me/ light your hair” Hook – mit einigen unerwarteten, euphorischen Akkordfolgen überzeugt. Insgesamt ist dies ein Album, das das vereinende Potenzial des Dancefloor verkörpert – wenn Sie es sich sitzend anhören, werden Sie wahrscheinlich nicht lange sitzen bleiben.

MP3-Download

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